Chronik

Wie vor über hundert Jahren alles begann...
 

1905 - Ein Haus wird geboren
Durch die Spende des Grundstücks - unter der Auflage eines Schulbaus - von Kanäus Buss,
wurde der Schulbehörde die Errichtung einer Volksschule ermöglicht.

1939 - Der Krieg beginnt
Der damalige Lehrer Graalfs wird zum Kriegsdienst eingezogen. Die Schule wird geschlossen.

1945 - Der Krieg ist zu ende
Das Schulgebäude dient vorläufig als Flüchtlingsunterkunft.

1948 - Die Schule geht weiter
Der Schulunterricht wird wieder aufgenommen, während im Hinterhaus weiterhin Flüchtlinge
wohnen.

1967 - Die Schule zieht aus
Das Haus wird vom Wasserversorgungsverband und der EWE genutzt.

1973 - Die Jugend bewegt sich
Hiesige politisch aktive Jugendliche beantragen die Überlassung von Räumlichkeiten bei der
Gemeinde Moormerland.

1975 - Vereinsgründung und Einzug
Am 31.07 gründen 35 Personen den Verein "Jugendzentrum Moormerland e.V.".
Die Gemeinde Moormerland stellt das Haus an der Rorichmoorer Straße 64 zur Verfügung.
Das Haus wird von Grund auf durch ehrenamtlichen Einsatz renoviert.

1976 - Einweihungsparty
Am 24. September wird das Haus als Jugendzentrum eingeweiht. Fortan durchläuft das Haus
die vielen Höhen und Tiefen der Selbstverwaltungs- und Alternativkultur.

1981 - Der erste Hauptamtliche
Anfang der achtziger Jahre beginnt eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen - Rotation hauptamtlicher
Leiter und Leiterinnen des Hauses. Dadurch eröffnet sich der Bereich offene Kinder- und
Jugendarbeit neben den bereits bestehenden Angeboten und Aktivitäten des Vereins.

1989 - Die Festival - Ära beginnt
Das erste "Umsonst & Draußen" Festival findet auf der hauseigenen Wiese statt.
Der Erlös wird dem Arbeitskreis "Asyl" gespendet. 

1990 - Kleinkunst auf hohem Niveau
Eine Förderung der Sparkasse ermöglicht den Start in eine erfolgreiche Kleinkunstreihe mit
Hans - Werner Olm, Reiner Kröhnert, Günther Gall, Erwin Grosche, u.a.

1992 - Es verändert sich was
Es zeichnet sich der Trend ab, weg von traditioneller nur auf Jugendliche orientierte Sozialarbeit,
hin zu einem auf Jugendkulturarbeit ausgerichteten Wirken.
Damit passt sich das Haus seinen Möglichkeiten fortlaufend den Zeiten und Bedingungen an.

Am 23. Oktober vollzieht sich die inhaltliche und programmatische Veränderung auch in der
Namensänderung. Aus dem "Jugendzentrum Moormerland" wird das "Jugend- und Kulturzentrum
>PHÖNIX< e.V.". 

Die Vereinssatzung wird der neuen inhaltlichen Ausrichtung angepasst und die Mitgliedschaft in
der Landesarbeitsgemeinschaft soziokultureller Zentren in Niedersachsen e.V. (LAGS) beantragt.

1993 - >PHÖNIX< in die Flammen
Im Oktober fällt das >PHÖNIX< einem Feuer zum Opfer. Große Bereiche des Gebäudes werden
völlig zerstört. Viele ehrenamtliche Jugendliche und junge Erwachsene lassen mit viel Eigenarbeit
und finanzieller Förderung, von Seiten der LAGS und der Gemeinde Moormerland, das >PHÖNIX<
verschönt und verjüngt (wie der Sagenvogel) aus der Asche emporsteigen.

1994 - und aus der Asche
Im Dezember geht es wieder los. Die Kulturveranstaltungen während der Eröffnungswoche auf
der professionellen Bühne zeigen neue Möglichkeiten des >PHÖNIX<. Darüber hinaus wurde das
gesamte Erdgeschoss behindertengerecht gestaltet.

Durch die Erweiterung und Modernisierung konnten die Räume für Veranstaltungen und Aktivitäten
erheblich vergrößert werden. Es entwickelt sich eine auf Kommunikation und Toleranz ausgerichtete,
vielfältige, soziokulturelle Arbeit.

1998 - Das Haus wächst
Der Dachboden wird mit finanzieller Unterstützung durch die LAGS und der Gemeinde Moormerland
ausgebaut. Dabei werden vier weitere Räume geschaffen: das Internetcafe', der Jugendraum,
ein Raum für freie Projektarbeit und ein neues vergrößertes Büro.

2000 - Kontinuität wichtig wie nie
Durch den Wegfall der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ist die Existenz des Hauses gefährdet.
Es entsteht eine Strukturanpassungsmaßnahme. Im März gründet sich der Arbeitskreis >PHÖNIX<
aus Vertretern der Gemeinde Moormerland, der LAGS, der kommunalen Politik und Vertretern des
>PHÖNIX<.

Nach einer einjährigen Tätigkeit des Arbeitskreises kam dieser zu dem Ergebnis, dass eine qualitativ
hochwertige Arbeit nur gewährleistet ist, wenn ein hauptamtlicher Mitarbeiter längerfristig die 
Geschäftsführung des Vereins übernehmen kann.

2001 - Die nächsten fünf Jahre sind gesichert
Im Mai verabschiedet der Rat der Gemeinde Moormerland einstimmig die Entscheidung für eine
befristete Personalstelle im >PHÖNIX<. Kurze Zeit später wird ein Fördervertrag abgeschlossen, der
eine Personalstelle über fünf Jahre sichert.


Das alles ist nur möglich durch Kontinuität! 
Das abwechslungsreiche und umfangreiche Programm wird durch ein ehrenamtliches Team und 
einem hauptamtlichen Mitarbeiter gestaltet. Es muss ein riesiges Lob für diese Arbeit ausgesprochen
werden! Wo sonst wird ein ähnlich umfangreiches Programm mit so wenig Personal geboten?